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Pick to Light System

Pick to Light bedeutet eine visuelle Führung in der Kommissionierung, bei der LED-Displays am Lagerplatz den richtigen Entnahmeort und die Pickmenge anzeigen. Moderne Pick-to-Light-Systeme führen Mitarbeitende sicher durch den Pickprozess und melden die Bestätigung in Echtzeit an WMS- oder ERP-Systeme.

  1. Visuelle Führung mit Pick-to-Light-Displays direkt am Lagerplatz
  2. Anzeige von Entnahmeort und Pickmenge per LED
  3. Echtzeit-Rückmeldung an WMS- und ERP-Systeme
  4. Skalierbare Pick-to-Light-Architektur für Lager, Produktion und Montage

Pick to Light basiert auf dem bewährten Prinzip der klassischen lichtgestützten Kommissionierung, das bei LUCA durch moderne, modulare Display-Varianten in unterschiedlichen Serien weiterentwickelt wurde.

Was ist Pick to Light?

Pick to Light ist ein lichtgestütztes Verfahren der Kommissionierung, bei dem LED-Displays oder Anzeigen direkt am Lagerfach den Entnahmeort und die zu kommissionierende Menge anzeigen. Mitarbeitende werden visuell geführt und bestätigen den Pick per Taster oder Sensor.

Pick to Light in der Lagerkommissionierung mit LED-Displays an den Lagerfächern

Pick to Light wird in einem Pick-to-Light-System aus Displays, Controllern und Software technisch umgesetzt. Die Systeme führen Mitarbeitende visuell durch den Pickprozess, melden Quittierungen in Echtzeit an WMS- oder ERP-Systeme zurück und kommen in Lagerlogistik, Produktionsversorgung sowie E-Commerce-Lagern zum Einsatz.

Wie funktioniert Pick to Light?

Pick-to-Light Anlage mit Fördertechnik und mehreren Kommissionierzonen

Pick to Light unterstützt den Kommissionierprozess durch eine direkte visuelle Benutzerführung am Lagerplatz. Die Steuerung erfolgt zentral über das Warehouse-Management-System oder das ERP-System. Pickaufträge werden in Echtzeit an das Pick-to-Light-System übertragen, die den Mitarbeitenden Schritt für Schritt durch den Kommissioniervorgang führen. Dadurch entfallen Suchzeiten, Medienbrüche und manuelle Prüfungen.

Die Funktionsweise von Pick to Light ist bewusst einfach gehalten, um eine hohe Prozesssicherheit und kurze Einarbeitungszeiten zu gewährleisten.

Ablauf eines Pickprozesses mit Pick to Light

Der Pickprozess beginnt mit der Übermittlung eines Kommissionierauftrags aus dem Lagerverwaltungssystem. Für die Anfragen können auch Scanner, RFID-Reader oder Fördertechniksignale, verwenden werden. Sobald der Auftrag gestartet wird, aktiviert das System die entsprechenden Pick-to-Light-Displays. Ein Lichtsignal (große LED) zeigt dem Mitarbeitenden den richtigen Lagerplatz an, während das Display die zu entnehmende Menge anzeigt.

Der Kommissionierer entnimmt die angezeigte Menge und bestätigt den Pick direkt am Quittierungstaster des Displays. In der Follow-Me-Methode wird automatisch erst dann der nächste Pickplatz aktiviert. Dieser sequenzielle Ablauf sorgt für eine klare, intuitive Benutzerführung und minimiert Fehlpicks, da der Fokus immer auf dem aktuell relevanten Lagerplatz liegt und ermöglicht auch die Arbeit von mehreren Mitarbeitern (Multi-User-Picking) gleichzeitig (mehre LED-Farben).

Quittierung, Rückmeldung und Prozesssicherheit

Nach der Entnahme bestätigt der Mitarbeitende den Pick über einen Taster oder eine Touchfunktion am Display. Die Quittierung wird in Echtzeit an das WMS- oder ERP-System zurückgemeldet. Dadurch bleibt der Lagerbestand stets aktuell und der Fortschritt des Auftrags ist jederzeit transparent nachvollziehbar.

Zusätzliche Sicherheitsmechanismen wie Mehrfachbestätigungen, Plausibilitätsprüfungen oder optische Rückmeldungen erhöhen die Prozesssicherheit weiter. Fehler werden frühzeitig erkannt und können unmittelbar korrigiert werden, bevor sie sich auf nachgelagerte Prozesse auswirken.

Warum Pick-to-Light-Systeme eingesetzt werden?

Großanlage mit Pick-by-Light

Pick-to-Light-Systeme werden eingesetzt, um Kommissionierprozesse schneller, sicherer und wirtschaftlicher zu gestalten. Durch visuelle Signale direkt am Lagerplatz werden Mitarbeitende zum richtigen Entnahmeort geführt und können Picks unmittelbar bestätigen.


Zentrale Nutzenpunkte eines Pick-to-Light-Systems sind:

  • reduzierte Suchzeiten durch visuelle Führung
  • höhere Kommissionierleistung bei gleichbleibender Prozessqualität
  • kurze Einarbeitungszeiten durch intuitive Bedienung
  • modulare Erweiterbarkeit bei steigender Lagerdichte oder Pickfrequenz

Pick to Light eignet sich besonders für Unternehmen, die eine fehlerarme und skalierbare Kommissionierung in Lagerlogistik, Produktionsversorgung oder E-Commerce realisieren möchten.

Vorteile von Pick to Light in der visuellen Kommissionierung

Pick to Light System mit automatischen Nachschub

Pick to Light bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen, die ihre Kommissionierprozesse effizienter, sicherer und wirtschaftlicher gestalten möchten. Durch die direkte visuelle Benutzerführung am Lagerplatz werden manuelle Fehlerquellen minimiert und Prozesse standardisiert. Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz wirtschaftlich optimierter Display-Hardware eine kostenbewusste Umsetzung visueller Kommissionierung.

  1. Hohe Kommissioniergeschwindigkeit durch visuelle Führung.
  2. Reduzierung von Fehlern und Nacharbeiten.
  3. Schnelle Einarbeitung neuer Mitarbeitender.
  4. Hohe Prozesssicherheit bei gleichbleibender Qualität.
  5. Skalierbarkeit für unterschiedliche Lagergrößen.

Reduzierte Fehlerquote durch visuelle Benutzerführung

Einer der größten Vorteile von Pick to Light ist die deutliche Reduktion von Pickfehlern. Lichtsignale und Displays führen den Mitarbeitenden eindeutig zum richtigen Lagerplatz und zeigen die korrekte Entnahmemenge an. Fehlinterpretationen, wie sie bei papierbasierten Listen oder manuellen Scans auftreten können, werden dadurch weitgehend vermieden.

Die klare visuelle Führung sorgt insbesondere bei hoher Pickfrequenz oder wechselndem Personal für eine konstant hohe Kommissionierqualität. Fehler werden frühzeitig erkannt und lassen sich direkt am Entstehungsort korrigieren.

Steigerung der Kommissionierleistung

Pick to Light beschleunigt den Kommissionierprozess, da Suchzeiten entfallen und der Fokus stets auf dem aktuell relevanten Pickplatz liegt. Mitarbeitende folgen einer klaren, sequenziellen Benutzerführung, die unnötige Wege und Unterbrechungen reduziert.

Durch die Automatisierung der Rückmeldungen an das übergeordnete System wird der gesamte Prozessfluss optimiert. In der Praxis lassen sich dadurch deutlich höhere Pickleistungen erzielen – insbesondere bei wiederkehrenden Aufträgen und standardisierten Prozessen.

Ergonomie, einfache Bedienung und kurze Einarbeitungszeiten

Die Bedienung von Pick-to-Light-Systemen ist intuitiv und erfordert keine umfangreichen Schulungen. Neue Mitarbeitende können innerhalb kurzer Zeit produktiv arbeiten, da die visuelle Führung sprachunabhängig ist und keine komplexen Eingaben erfordert.

Auch aus ergonomischer Sicht bietet Pick to Light Vorteile. Der Verzicht auf Handscanner oder Papier reduziert körperliche Belastungen und erleichtert die tägliche Arbeit. Dies trägt zu einer höheren Akzeptanz bei den Mitarbeitenden und zu einer stabilen Prozessqualität bei.

Einsatzbereiche von Pick to Light nach Lagertypen

Multi-Order-Picking mit Pick-by-Frame

Pick to Light eignet sich für eine Vielzahl von Lager- und Kommissionierprozessen, bei denen eine schnelle, fehlerarme und wirtschaftliche Auftragsabwicklung erforderlich ist. Besonders in Bereichen mit wiederkehrenden Picks, klar definierten Lagerplätzen und hoher Pickfrequenz entfaltet das System seine Stärken. Durch die modulare Display-Hardware lässt sich Pick to Light flexibel an unterschiedliche Lagerarten und Prozessanforderungen anpassen.

Pick to Light im Fachboden- und Kleinteilelager

In Fachboden- und Kleinteilelagern sorgt Pick to Light für eine deutliche Reduktion von Suchzeiten. Die visuelle Anzeige direkt am Lagerfach führt den Kommissionierer zuverlässig zum richtigen Entnahmeort und zeigt die benötigte Menge eindeutig an. Dadurch lassen sich auch bei hoher Artikelvielfalt konstante Pickleistungen erzielen.

Besonders bei manueller Kommissionierung mit hoher Wiederholrate bietet Pick to Light einen klaren Vorteil gegenüber papier- oder scannerbasierten Prozessen. Neue Mitarbeitende können schnell eingearbeitet werden, da die Benutzerführung intuitiv und sprachunabhängig ist.

Pick to Light in der Produktionsversorgung

In der Produktionslogistik spielt Prozesssicherheit eine zentrale Rolle. Pick to Light unterstützt die fehlerfreie Bereitstellung von Materialien, Baugruppen oder Komponenten direkt an der Produktionslinie. Durch die visuelle Führung werden Fehlentnahmen vermieden, die zu Produktionsunterbrechungen oder Nacharbeit führen könnten.

Gerade in Just-in-Time- oder Just-in-Sequence-Prozessen trägt Pick to Light dazu bei, Materialflüsse zu stabilisieren und die Versorgung der Produktion zuverlässig sicherzustellen. Die direkte Rückmeldung an das übergeordnete System sorgt für eine transparente Bestandsführung.

Pick to Light im E-Commerce, Versand und Ersatzteillager

Im E-Commerce und Versand sind kurze Durchlaufzeiten und hohe Flexibilität entscheidend. Pick to Light ermöglicht eine schnelle Kommissionierung auch bei stark schwankendem Auftragsvolumen. Saisonale Spitzen lassen sich durch den Einsatz zusätzlicher Displays oder temporärer Lagerzonen problemlos abfangen.

Auch in Ersatzteillagern mit großer Variantenvielfalt unterstützt Pick to Light eine fehlerarme Auftragsabwicklung. Die klare visuelle Führung reduziert Fehlpicks und sorgt für eine hohe Lieferqualität, was insbesondere im Service- und After-Sales-Bereich von großer Bedeutung ist.

Einsatzbereiche von Pick to Light nach Branchen

Pick-to-Light-Systeme kommen überall dort zum Einsatz, wo Kommissionierprozesse klar strukturiert, wiederholbar und mit hoher Pickfrequenz umgesetzt werden sollen.

Lagerlogistik und Intralogistik

In der Lagerlogistik unterstützt Pick-to-Light bei der schnellen und fehlerarmen Kommissionierung von Artikeln aus Regalen, Behältern oder Durchlaufkanälen. Die Anzeige der Entnahmemengen direkt am Lagerplatz reduziert Suchzeiten und erleichtert standardisierte Prozesse in manuellen Lagerbereichen.

Produktion und Material-Bereitstellung

In Produktionsumgebungen wird das System häufig für die Materialbereitstellung eingesetzt. Bauteile und Komponenten können strukturiert und nachvollziehbar bereitgestellt werden, sodass Montage- und Fertigungsprozesse kontinuierlich und ohne Unterbrechungen ablaufen.

Ersatzteil- und Komponentenlager

Pick-to-Light eignet sich besonders für Ersatzteil- und Komponentenlager mit vielen Artikeln und klar definierten Entnahmemengen. Die visuelle Führung sorgt für Übersichtlichkeit und unterstützt eine zuverlässige Kommissionierung auch bei häufig wechselnden Aufträgen.

E-Commerce und Fulfillment

Im E-Commerce und Fulfillment ermöglicht diese Lösung eine effiziente Abwicklung von Kundenaufträgen. Standardisierte Pickprozesse lassen sich skalieren und unterstützen kurze Durchlaufzeiten bei gleichbleibender Prozessqualität.

Montage- und Arbeitsplätze

An Montage- und Arbeitsplätzen wird Pick-to-Light eingesetzt, um Mitarbeitende Schritt für Schritt durch definierte Entnahme- oder Bereitstellungsprozesse zu führen. Dies unterstützt gleichbleibende Abläufe und erleichtert die Einarbeitung neuer Mitarbeitender.

Systemstruktur des Pick-to-Light-Systems

Pick-to-Light-Hardware-Structure

Ein Pick-to-Light System besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Komponenten, die gemeinsam einen effizienten und fehlerarmen Kommissionierprozess ermöglichen. Die Systemstruktur ist modular aufgebaut und lässt sich flexibel an unterschiedliche Lagerumgebungen und Anforderungen anpassen. Im Folgenden werden die zentralen Bestandteile und deren Funktionen innerhalb der Gesamtlösung erläutert.

  1. Pick-to-Light-Displays: Anzeigen am Lagerplatz zur Darstellung von Mengen, Pickinformationen und Statusmeldungen.
  2. Pick-to-Light-Controller: Steuern die Kommunikation zwischen Displays und der zentralen Software.
  3. Montage- und Verkabelungssysteme: Für die flexible Installation an Regalen, Durchlaufkanälen oder Arbeitsplätzen.
  4. Zentrale Software: Zur Verwaltung der Pickaufträge, Prozesslogik und Systemintegration.
  5. Schnittstellen: Anbindung an Lagerverwaltungssysteme (WMS), ERP- oder Host-Systeme.
Pick-to-Light - Montageprofil mit Display

Display-Serien des Pick-to-Light-Systems

Pick-to-Light-Displays sind die zentrale Hardware eines Pick-to-Light-Systems und ermöglichen die visuelle Führung der Mitarbeitenden in Kommissionierprozessen.

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Anbindung von Pick to Light in bestehende IT-Systeme

Großes Pick-to-Light-System

Die Integration (Anbindung) von Pick to Light in bestehende IT-Landschaften erfolgt nahtlos und ohne grundlegende Änderungen an vorhandenen Systemen. Pick-to-Light-Systeme sind so konzipiert, dass sie bestehende Lagerprozesse ergänzen und nicht ersetzen. Dadurch bleiben bewährte Abläufe erhalten, während die Vorteile der visuellen Kommissionierung gezielt genutzt werden können.

Ein besonderer Fokus liegt auf der einfachen Anbindung an Warehouse-Management-Systeme (WMS) und ERP-Systeme, um einen durchgängigen, medienbruchfreien Informationsfluss sicherzustellen.

Anbindung an WMS- und ERP-Systeme

Pick to Light wird direkt an das vorhandene WMS oder ERP angebunden. Die Auftragsdaten, Lagerplatzinformationen und Rückmeldungen werden über standardisierte Schnittstellen oder Middleware ausgetauscht. Dadurch ist sichergestellt, dass Pickaufträge in Echtzeit an die Pick-to-Light-Displays übertragen werden.

Die Systemlogik bleibt dabei vollständig im führenden System. Pick to Light fungiert als ausführendes System für die visuelle Benutzerführung und greift nicht in die bestehende Prozesssteuerung ein. Das erleichtert die Integration und reduziert den Implementierungsaufwand erheblich.

Integration ohne Systemwechsel

Ein wesentlicher Vorteil von Pick to Light ist die Möglichkeit, das System ohne Wechsel oder Anpassung der bestehenden IT-Struktur einzuführen. Unternehmen müssen weder ihr WMS noch ihr ERP austauschen oder tiefgreifend verändern. Bestehende Prozesse werden lediglich um eine visuelle Komponente ergänzt.

Diese Vorgehensweise schützt bestehende Investitionen und ermöglicht eine schrittweise Einführung. Einzelne Lagerbereiche oder Kommissionierzonen können gezielt mit Pick-to-Light-Displays ausgestattet werden, ohne den Gesamtbetrieb zu beeinträchtigen.

Echtzeitdaten, Transparenz und Monitoring

Durch die Echtzeit-Rückmeldung aller Pickvorgänge entsteht eine hohe Transparenz über den aktuellen Auftragsstatus und die Lagerbestände. Jede Quittierung am Display wird unmittelbar an das führende System zurückgemeldet und dort verarbeitet.

Diese Transparenz ermöglicht ein effektives Monitoring der Kommissionierprozesse. Engpässe, Verzögerungen oder Fehlerquellen lassen sich frühzeitig erkennen und gezielt beheben. Pick to Light unterstützt damit nicht nur die operative Kommissionierung, sondern auch die kontinuierliche Optimierung der Lagerprozesse.

Pick to Light im Einsatz bei internationalen Industrie-Unternehmen

Pick-to-Light-Systeme von LUCA werden in internationalen Lager-, Produktions- und Distributionszentren eingesetzt. Unternehmen aus Automobilindustrie, Handel, Elektronik und Konsumgüterproduktion nutzen Pick to Light zur Steigerung von Effizienz, Prozesssicherheit und Transparenz.

LUCA realisiert Pick-to-Light-Systeme weltweit und unterstützt Unternehmen bei der wirtschaftlichen und skalierbaren Optimierung ihrer Kommissionierprozesse. Weitere internationale Pick-to-Light-Referenzen finden Sie auf unserer Referenzseite.

Planung und Projektierung eines Pick-to-Light-Systems

Eine erfolgreiche Einführung eines Pick-to-Light-Systems beginnt mit einer strukturierten Planung. Ziel ist es, die visuelle Kommissionierung optimal an die bestehenden Lagerprozesse anzupassen und gleichzeitig eine wirtschaftliche Umsetzung sicherzustellen. Dabei werden sowohl technische als auch organisatorische Aspekte berücksichtigt, um eine reibungslose Implementierung zu gewährleisten.

Eine sorgfältige Projektierung stellt sicher, dass Pick to Light genau dort eingesetzt wird, wo es den größten Nutzen bringt.

Analyse von Lagerstruktur und Prozessen

Zu Beginn der Planung steht die Analyse der bestehenden Lagerstruktur und Kommissionierprozesse. Entscheidende Faktoren sind die Anzahl der Lagerplätze, die Pickfrequenz, die Artikelstruktur sowie die Laufwege der Mitarbeitenden. Auch saisonale Schwankungen oder zukünftige Wachstumsszenarien werden berücksichtigt.

Diese Analyse bildet die Grundlage für die Entscheidung, welche Lagerbereiche für Pick to Light geeignet sind und wie die Displays optimal positioniert werden. Ziel ist es, eine effiziente Benutzerführung zu ermöglichen und unnötige Bewegungen zu vermeiden.

Auswahl der passenden Display-Serien

Auf Basis der Prozessanalyse werden die geeigneten Pick-to-Light-Displays ausgewählt. Dabei spielen Faktoren wie Displaygröße, Informationsumfang, Befestigungsart und Bedienkonzept eine zentrale Rolle. Unterschiedliche Lagerbereiche können unterschiedliche Display-Serien erfordern, um den jeweiligen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Auswahl der richtigen Display-Hardware ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz des Systems. Pick to Light ermöglicht es, das Ausstattungsniveau gezielt an den Einsatzzweck anzupassen.

Schrittweise Einführung und Pilotbetrieb

Um Risiken zu minimieren, wird Pick to Light häufig schrittweise eingeführt. In einem Pilotbereich kann das System unter realen Bedingungen getestet und optimiert werden. Erfahrungen aus dem Pilotbetrieb fließen anschließend in den Rollout auf weitere Lagerbereiche ein..

Diese Vorgehensweise erleichtert die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden und ermöglicht Anpassungen, bevor das System vollständig ausgerollt wird. Gleichzeitig bleibt der laufende Betrieb während der Einführung stabil.

Wirtschaftlichkeit und ROI von Pick to Light

Pick to Light ist darauf ausgelegt, visuelle Kommissionierung wirtschaftlich umzusetzen. Durch den Einsatz kostenoptimierter Displays lassen sich Investitionen gezielt steuern, ohne auf die Vorteile des Prinzips verzichten zu müssen. Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich dabei nicht nur aus den Anschaffungskosten, sondern vor allem aus den langfristigen Einsparpotenzialen im laufenden Betrieb.

Ein korrekt geplantes Pick-to-Light-System amortisiert sich in vielen Anwendungen innerhalb kurzer Zeit.

Investitionskosten und Kostenstruktur

Die Investitionskosten eines Pick-to-Light-Systems hängen maßgeblich von der Anzahl der Lagerplätze, der gewählten Display-Serien und dem gewünschten Ausstattungsniveau ab. Durch die wirtschaftlich optimierte Hardware sind die Einstiegskosten im Vergleich zu klassischen Installationen geringer.

Ein weiterer Vorteil liegt in der modularen Kostenstruktur. Unternehmen können Pick to Light schrittweise einführen und Investitionen an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Dadurch bleibt die finanzielle Belastung planbar und skalierbar.

Einsparpotenziale durch Fehlerreduktion und Effizienzsteigerung

Ein wesentlicher wirtschaftlicher Vorteil von Pick to Light liegt in der deutlichen Reduktion von Kommissionierfehlern. Weniger Fehlpicks bedeuten geringere Kosten für Nacharbeit, Retouren und Reklamationen. Gleichzeitig steigt die Lieferqualität, was sich positiv auf Kundenzufriedenheit und Servicelevel auswirkt.

Zusätzlich führt die visuelle Benutzerführung zu einer höheren Kommissionierleistung. Suchzeiten entfallen, Prozesse werden standardisiert und Mitarbeitende arbeiten produktiver. Diese Effekte wirken sich direkt auf die laufenden Personalkosten aus.

Skalierbarkeit und Investitionssicherheit

Pick to Light bietet eine hohe Investitionssicherheit, da das System flexibel erweiterbar ist. Neue Lagerplätze, zusätzliche Kommissionierzonen oder veränderte Layouts lassen sich problemlos integrieren, ohne bestehende Installationen ersetzen zu müssen.

Diese Skalierbarkeit sorgt dafür, dass Pick to Light auch bei wachsenden Anforderungen wirtschaftlich bleibt. Unternehmen investieren nicht in eine starre Lösung, sondern in ein System, das mit dem Lager und den Prozessen mitwächst.

ROI Beispielrechnung für Pick to Light

Um die Wirtschaftlichkeit eines Pick-to-Light Systems einschätzen zu können, hilft eine vereinfachte Beispielrechnung. Die tatsächlichen Werte hängen stets vom individuellen Prozess, Artikelstruktur und Auftragsvolumen ab (siehe links).

In vielen Lösungen führen höhere Pickleistungen, reduzierte Fehlerkosten und kürzere Einarbeitungszeiten dazu, dass sich ein Pick-to-Light System bereits nach kurzer Zeit wirtschaftlich rechnet.

Welche Einsparpotenziale in Ihrem konkreten Prozess möglich sind, lässt sich im Rahmen einer individuellen Beratung ermitteln.

Pick to Light im Vergleich zu anderen Kommissionier-Systemen

Pick-by-Point im Wareneingang Sortierung der Artikel mit Pick-by-Point

In der Intralogistik stehen Unternehmen verschiedene Kommissioniersysteme zur Verfügung. Welche Lösung geeignet ist, hängt von Prozessanforderungen, Lagerstruktur und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Pick to Light positioniert sich als visuelles, hardwarebasiertes System, das besonders bei wiederkehrenden Picks und klar definierten Lagerplätzen überzeugt.

Der Vergleich mit anderen Systemen hilft dabei, die jeweiligen Stärken und Einsatzgrenzen besser einzuordnen.

Pick to Light vs. Pick by Voice

Pick by Voice führt Mitarbeitende über sprachbasierte Anweisungen durch den Kommissionierprozess. Dieses System eignet sich vor allem für großvolumige Lager mit langen Laufwegen und freihändigem Arbeiten. Allerdings ist Pick by Voice stark von Sprachqualität, Umgebungslärm und Schulungsaufwand abhängig.

Pick to Light hingegen ist vollständig sprachunabhängig. Die visuelle Benutzerführung funktioniert zuverlässig auch in lauten Umgebungen und erfordert nur minimale Einarbeitung. Besonders bei wiederkehrenden Picks mit hoher Taktung bietet Pick to Light eine höhere Prozesssicherheit und eine klarere Benutzerführung.

Pick to Light vs. scannerbasierte Kommissionierung

Scannerbasierte Kommissionierung ist weit verbreitet und flexibel einsetzbar. Mitarbeitende müssen jedoch aktiv scannen, Displays ablesen und Informationen interpretieren. Dies erhöht die Anzahl der Handgriffe und kann bei hoher Pickfrequenz zu Ermüdung oder Fehlern führen.

Pick to Light reduziert diese Komplexität, da alle relevanten Informationen direkt am Lagerplatz angezeigt werden. Der Wegfall zusätzlicher Geräte und manueller Prüfungen führt zu schnelleren Pickzeiten und einer gleichbleibend hohen Qualität, insbesondere bei standardisierten Prozessen.

Kombination mehrerer Kommissioniersysteme

In der Praxis werden häufig mehrere Kommissioniersysteme parallel eingesetzt. Pick to Light lässt sich problemlos mit anderen Lösungen wie Pick by Light, Pick by Voice oder scannerbasierter Kommissionierung kombinieren. Unterschiedliche Lagerbereiche können so optimal ausgestattet werden, ohne einen einheitlichen Systemzwang.

Diese Hybridansätze ermöglichen es, Pick to Light gezielt dort einzusetzen, wo visuelle Benutzerführung und Wirtschaftlichkeit den größten Mehrwert bieten. Gleichzeitig bleiben Unternehmen flexibel, um weitere Systeme bei Bedarf zu integrieren.

Begriffseinordnung für Pick to Light und Pick by Light

Die Begriffe Pick to Light und Pick by Light werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig synonym verwendet und beschreiben dasselbe visuelle Funktionsprinzip der beleglosen Kommissionierung mit lichtgestützten Anzeigen am Lagerplatz.

Bei LUCA werden beide Begriffe bewusst verwendet, um die Weiterentwicklung und Ausprägung eines gemeinsamen Systems verständlich einzuordnen – nicht, um unterschiedliche Systeme voneinander abzugrenzen.

  1. Pick by Light bezeichnet bei LUCA eine etablierte Display- und Systemlinie innerhalb dieses Ansatzes, die sich durch eine hochwertige Architektur und umfangreiche Funktionen und Optionen auszeichnet. Erfahren Sie mehr über unser Pick-by-Light-System.
  2. Pick-to-Light steht bei LUCA für den Systemansatz eines modularen, serienbasierten Kommissioniersystems, das wirtschaftlich für standardisierte Pickprozesse ausgelegt ist und kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Beide Bezeichnungen basieren auf derselben LUCA-Softwareplattform und sind voll kompatibel. Alle Displays können gemeinsam in hybriden Systemlandschaften betrieben und flexibel kombiniert werden.

Allgemeine wirtschaftliche Definitionen finden Sie auf Wikipedia.

Häufig gestellte Fragen zu Pick to Light (FAQ)

Grundlagen zum Pick to Light System

Was ist Pick to Light?

Pick to Light ist ein lichtgestütztes Kommissionierverfahren, bei dem LED-Anzeigen direkt am Lagerfach den Entnahmeort und die Pickmenge anzeigen. Mitarbeitende werden visuell geführt und bestätigen die Entnahme per Taster oder Sensor. Das Verfahren reduziert Fehlerquoten und steigert die Effizienz in Lager und Produktion.

Wie funktioniert ein Pick to Light System in der Kommissionierung?

Ein Pick to Light System steuert Kommissionieraufträge über Lichtsignale mit LED-Displays am jeweiligen Lagerfach. Nach Freigabe eines Auftrags zeigt das Display die Entnahmemenge an. Der Mitarbeitende entnimmt die Ware, quittiert den Pick und das System verarbeitet die Rückmeldung sofort weiter. So entsteht eine visuell geführte, strukturierte und fehlerarme Kommissionierung.

Für welche Prozesse eignet sich Pick to Light besonders?

Pick to Light eignet sich besonders für Prozesse mit hoher Pickfrequenz, wiederkehrenden Aufträgen und klar definierten Lagerstrukturen. Typische Einsatzbereiche sind Serienkommissionierung, Produktionsversorgung, Montagearbeitsplätze sowie E-Commerce- und Ersatzteillager mit hohem Durchsatz.

Wirtschaftlichkeit & ROI

Wann lohnt sich der Einsatz eines Pick to Light Systems wirtschaftlich?

Ein Pick to Light System lohnt sich vor allem bei hohen Artikelbewegungen und geringer Fehlertoleranz. Durch reduzierte Fehlpicks, kürzere Suchzeiten und schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeitender entstehen direkte Kostenvorteile. Besonders bei steigenden Personalkosten kann sich das System wirtschaftlich schnell rechnen.

Warum gilt ein Pick to Light System als besonders wirtschaftliche Lösung?

Pick to Light ermöglicht eine modulare Ausstattung mit unterschiedlichen Display-Serien, sodass Investitionen exakt an Lagerstruktur und Pickvolumen angepasst werden können. Die visuelle Führung senkt Fehlerquoten nachhaltig, während Durchlaufzeiten verkürzt werden. Diese Kombination erhöht Effizienz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen.

Wie schnell amortisiert sich ein Pick to Light System in der Praxis?

Die Amortisationszeit hängt von Pickvolumen, Fehlerquote und Personalkosten ab. In Umgebungen mit hoher Kommissionierleistung kann sich ein Pick to Light System innerhalb weniger Jahre amortisieren, da Effizienzsteigerungen und Fehlerreduktionen direkte Einsparungen ermöglichen.

Welche Faktoren beeinflussen die Investitionskosten eines Pick to Light Systems?

Die Investitionskosten werden durch Anzahl der Lagerplätze, gewählte Display-Serie, Integrationsaufwand sowie Projektumfang bestimmt. Auch die Skalierungsstrategie – etwa schrittweise Einführung oder Komplettumsetzung – beeinflusst das Budget.

Display-Serien & Systemarchitektur

Welche Display-Serien stehen für ein Pick to Light System zur Verfügung?

Je nach Anwendung können unterschiedliche Display-Serien eingesetzt werden – von kompakten Modulen für Fachbodenregale bis zu leistungsstarken Anzeigen für hohe Pickfrequenzen. Die Auswahl erfolgt entsprechend Lagerlayout, Artikelstruktur und ergonomischen Anforderungen.

Wie wird die passende Display-Serie für ein Pick to Light System ausgewählt?

Die Auswahl der Display-Serie richtet sich nach Pickintensität, Lagerdichte, Sichtanforderungen und Budget. Eine strukturierte Analyse der Lagerprozesse bildet die Grundlage für die optimale Systemauslegung.

Kann ein Pick to Light System modular erweitert oder skaliert werden?

Ja, ein Pick to Light System ist modular aufgebaut und kann schrittweise erweitert werden. Zusätzliche Lagerzonen, Displays oder Arbeitsplätze lassen sich integrieren, ohne bestehende Strukturen vollständig umzubauen.

Wie werden Displays in einem Pick to Light System ausgetauscht oder gewechselt?

Displays können im Regelfall modular ausgetauscht werden, ohne das gesamte System zu unterbrechen. Je nach Architektur lassen sich einzelne Module schnell ersetzen, was Wartungszeiten minimiert und die Betriebssicherheit erhöht.

Integration, IT & technische Schnittstellen

Wie wird ein Pick to Light System in bestehende WMS- oder ERP-Systeme integriert?

Ein Pick to Light System wird über standardisierte Schnittstellen an bestehende WMS- oder ERP-Systeme angebunden. Die Kommunikation erfolgt in Echtzeit, sodass Auftragsdaten, Pickbestätigungen und Bestandsänderungen direkt synchronisiert werden.

Über welche technischen Schnittstellen verfügt ein Pick to Light System?

Typische Schnittstellen sind: RESTfull-API, TCP/IP, UDP, CSV-Files, Datenbanken, RFC, iDOC etc., sowie standardisierte Datenformate zur Kommunikation mit übergeordneten IT-Systemen. Dadurch lässt sich das Pick to Light System flexibel in bestehende IT-Landschaften einbinden. LUCA entwickelt auch kundenspezifische Schnittstellen.

Ist für die Einführung eines Pick to Light Systems ein Wechsel der IT-Systeme erforderlich?

In der Regel ist kein Systemwechsel notwendig. Pick to Light Systeme können in bestehende IT-Infrastrukturen integriert werden, sofern geeignete Schnittstellen vorhanden sind.

Welche Daten verarbeitet ein Pick to Light System in Echtzeit?

Das System verarbeitet Auftragsdaten, Entnahmemengen, Pickbestätigungen und Bestandsänderungen in Echtzeit. Dadurch entstehen transparente Prozessabläufe und aktuelle Lagerbestände.

Einsatzbereiche & Kombinationen

Ist Pick to Light auch für Produktions- und Montageumgebungen geeignet?

Ja, Pick to Light unterstützt die strukturierte Materialbereitstellung in Produktion und Montage. Die visuelle Führung reduziert Fehlteile und sorgt für klare Prozessschritte am Arbeitsplatz.

Eignet sich ein Pick to Light System für E-Commerce- und Versandlager?

Gerade in E-Commerce-Umgebungen mit hoher Auftragsfrequenz kann ein Pick to Light System die Kommissionierleistung deutlich steigern und Fehlpicks reduzieren.

Kann ein Pick to Light System mit anderen Kommissioniersystemen kombiniert werden?

Ja, Pick to Light kann zonenweise mit anderen Kommissioniermethoden kombiniert werden, etwa bei unterschiedlichen Artikelstrukturen oder Prozessanforderungen. Die Integration erfolgt in der leistungsstarke und echtzeitfähige LUCA-Software.

Abgrenzung & Einordnung

Wie unterscheidet sich Pick to Light vom klassischen Pick-by-Light-Prinzip?

Das Pick-by-Light-Prinzip beschreibt die lichtgestützte Kommissionierung allgemein. Pick to Light steht hingegen für die konkrete, modulare Systemumsetzung mit spezifischen Display-Serien und Integrationslösungen.

Wann ist ein Pick to Light System gegenüber anderen Kommissioniermethoden sinnvoll?

Ein Pick to Light System ist besonders sinnvoll bei klar strukturierten Lagerprozessen, hoher Pickdichte und Anforderungen an geringe Fehlerquoten sowie transparente Abläufe.

Projektierung & Einführung

Wie läuft die Einführung eines Pick to Light Systems im Unternehmen ab?

Die Einführung erfolgt typischerweise in mehreren Phasen: Analyse der Lagerprozesse, Systemauswahl, IT-Integration, Pilotbetrieb und schrittweiser Rollout.

Wie lange dauert die Implementierung eines Pick to Light Systems?

Die Implementierungsdauer hängt von Projektumfang, Lagergröße und Integrationsaufwand ab. In klar strukturierten Umgebungen kann die Einführung schrittweise erfolgen, um Betriebsunterbrechungen zu minimieren. In der Regel dauert die Implementierung zwischen 10 – 14 Wochen.

Kostenlose Online-Beratung

Persönliche Beratung zur Planung und Umsetzung von Pick-to-Light Systemen für Lager, Produktion, Intralogistik und Montage.

Unsere Experten unterstützen Sie bei:

  • Auswahl geeigneter Pick-to-Light Displays
  • Analyse und Optimierung von Ablaufprozessen
  • Integration in bestehende WMS- und ERP-Systeme

Unser Ansatz:
„Eine gute Lösung braucht eine gute Idee – nicht nur die Technik.“

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pick by light

Gründer & CEO der LUCA Logistic Solutions

Sławomir Skarbecki

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