Pick-by-Vision

Datenbrille

Datenbrille: eine Faszination oder ein Spielzeug?

Ist Pick-by-Vision als Lösung fürs Lager geeignet?


Was ist Pick-by-Vision?

Pick by Vision ist in der Lagerlogistik eine Kommissioniermethode mit Datenbrille, die dem Kommissionierer helfen soll, seinen Lagerplatz (Lagerort) schnell zu finden und ihn durch die Kommissionierung fehlerfrei zu führen. Funktioniert das Kommissionierverfahren in einem Lager wirklich?

Wie funktioniert Pick-by-Vision?

Pick by Vision funktioniert in der Logistik eigentlich sehr einfach. Der Kommissionierer (Anwender) setzt die Datenbrille auf die Nase. Die Datenbrille wird über das WLAN mit dem Lagerverwaltungssystem verbunden. Der Auftrag wird gestartet. Mit einem kleinen Projektor wird auf das Glas ein Inhalt in Echtzeit projiziert. Das Bild kann der Kommissionierer durch “schielen” nach oben sehen (augmented reality). Die Datenbrille zeigt dem Mitarbeiter die wichtigsten Informationen: Lagerplatz und Stückzahl.

Mehr braucht der Kommissionierer nicht, um eine Entnahme (Pick) aus dem Lagerfach zu machen. Danach scannt er den Artikel oder Lagerfach mit einem Barcodescanner. Der Bestand wird in Echtzeit in dem Lagerverwaltungssystem korrigiert. Die Fehlerquote soll minimal sein.

Welche Unterstützung und Flexibilität bietet Pick-by-Vision?

Durch die leichte Datenbrille ist das Pick-by-Vision sehr flexibel. Ob die Technologie als Kommissionierverfahren wirklich die Mitarbeiter in der Intralogistik unterstützt, werden wir Ihnen gleich darstellen.

Ist die Datenbrille fürs Lager geeignet?

Die Datenbrille ist fürs Lager absolut ungeeignet. Der Mitarbeiter hat zwar bei der Kommissionierung die Hände frei, er muss aber ständig auf das kleine Bild “schielen”, was die Arbeit nach einer kurzen Zeit sehr unangenehmen und ermüdend macht. Die Konzentration lässt sehr schnell nach. Sein Blickfeld ist stark eingeschränkt, was in einem Lager auch sehr gefährlich sein kann. Wenn jemand überhaupt keine Brille trägt, kann die Datenbrille seine Privatsphäre verletzen. Für Brillenträger gibt es spezielle Versionen.

Als wir das Pick-by-Vision Kommissionierverfahren auf der Logimat 2015 vorgestellt haben, war die Aufregung erst groß. Danach haben jedoch mehrere Studien bewiesen, dass Datenbrille fürs Lager nicht geeignet ist.

Kein Wunder, dass die ersten Einsätze mit der Pick-by-Vision schnell vorbei waren und anstelle der Datenbrille andere Techniken wie Pick-by-TabletPick-by-Watch oder sogar Pick-by-Light und Pick-by-Voice eingesetzt wurden.

Was braucht eigentlich der Kommissionierer?

Das ist wirklich die entscheidende Frage! Eigentlich geht es nur um Informationen. Bei einfachen Prozessen reicht die Eingabe von einem Lagerort und der Stückzahl. Dafür gibt es genug andere technische Möglichkeiten, um dem Mitarbeiter die Informationen zu geben. Warum dann die Datenbrille? Keine Ahnung!

Die einfachen Informationen können auf einer Watch oder einem Tablet gezeigt werden. Warum dann die Nachteile einer Datenbrille nutzen?

Ist Pick-by-Vision und die Datenbrille ein Spielzeug der Entscheider?

Einige Manager und Entscheider suchen verkrampft nach Innovationen, um sich bei den anderen Kollegen und bei der Presse besser darstellen zu können. Der Kommissionierer und seine Bedürfnisse werden oft vergessen. Es wäre gut, wenn die Entscheider erst eine Woche lang mit der Datenbrille selber 8 Stunden täglich kommissionieren würden.

Wir glauben stark, dass nach so einer Einführungsphase das Spielzeug wieder vergessen und in die Ecke geworfen wird. LUCA gehört zu den professionellen Anbietern für Kommissioniersysteme.

Aus dem Grund bieten wir Pick-by-Vision für Kommissionierung in der Lagerlogistik nicht mehr an.

Wenn Sie Pick-by-Vision verwenden wollen, dann melden Sie sich bei unseren Wettbewerbern. Diese Unternehmen haben sich für Pick-by-Vision in der Lagerlogistik spezialisiert:

  • Picavi GmbH
  • Cinovation GmbH

Andere Lieferanten und Anbieter spielen bei Pick-by-Vision keine Rolle. Wir sehen in Pick-by-Vision Lösungen keine Vorteile, sondern nur Nachteile.

Fazit

Die Datenbrille ist bei Pick-by-Vision als Kommissioniermethode für die Kommissionierung nicht geeignet. Für die Unterstützung der Montage, Forschungen, Simulationen und Schulungen kann die Datenbrille hervorragend verwendet werden. Das ständige Tragen einer Datenbrille kann müde und nervös machen. Es schränkt das Blickfeld ein. Die Fehlerquote steigt sehr schnell mit der Arbeitsdauer. Es gibt andere Kommissioniersysteme, die in der Intralogistik und Lagerlogistik besser eingesetzt werden können.

Die Pick-by-Vision hat aus unserer Sicht nur Nachteile und keine Vorteile. Innovativ und besonders ist sie auch nicht mehr.