Pick-by-Light Kommissionierzonen

Pick-by-Light Anlage mit mehreren Kommissionierzonen

Was ist eine Pick-by-Light Kommissionierzone?

Wie plane ich eine Kommissionierzone?

Dürfen in einer Kommissionierzone mehrere Mitarbeiter arbeiten?

Wie flexibel ist das System?

… und vieles mehr.


In dem Artikel erklären wir Ihnen die Funktion und den Aufbau einer Kommissionierzone, die mit einem Pick-by-Light System ausgestattet ist. Wir zeigen Ihnen auch, wie in einer solche Kommissionierzone mehrer Kommissionierer gleichzeitig arbeiten können.

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Was ist Pick-by-Light Kommissionierzone?

Eine Pick-by-Light Kommissionierzone definiert eine bestimmte Anzahl von Lagerplätzen, die gleichzeitig beim Kommissionieren angesteuert werden. In einer Kommissionierzone arbeiten eins oder mehrere Kommissionierer.

Wie plane ich eine Kommissionierzone?

Die Größe der Kommissionierzone hängt von vielen Faktoren ab, weshalb erst eine gründliche Analyse die korrekte Antwort geben kann. Das Wichtigste ist, dass die Mitarbeiter eine sehr gute Orientierung behalten. Der Zugriff auf die Ware soll schnell und gezielt sein. Dabei muss die Qualität der Kommissionierung so hoch wie möglich sein.

Das System muss für den Mitarbeiter optimal unterstützen!

An einer halbautomatischen Kommissionieranlage mit Fördertechnik, Pick-by-Light und Durchlaufregalen, haben die Kommisionierzonen ca. 6-8 m Länge. Die Fördertechnik dient hier auch als Buffer, wobei die korrekte Verteilung der Ware in der Zone durch die A/B/C Analyse erreicht wird. Sehr wichtig ist, dass der Mitarbeiter alle Pick-by-Light Fachanzeigen gut im Blick behält und möglichst kurze Laufwege hat.

Bei komplett manuellen Anlagen mit Kommissionierwagen ist die Größe der Kommissionierzone sehr unterschiedlich. Manchmal sind die Zonen sehr lang und werden sogar gleichzeitig von mehreren Mitarbeitern bedient. Wie das geht, erfahren Sie gleich …

Schnelle Navigation

Eine einzige Kommissionierzone kann auch mehrere hundert Displays haben. Manchmal muss auch der Kommissionierer mit seinem Rücken zu dem Pick-by-Light stehen (B- oder C-Artikel). Um den Überblick über die Lagerfächer zu behalten, werden spezielle Displays für schnelle Navigation eingesetzt. Auf einem Blick kann dort der Kommissionierer erkennen, wo ungefähr die aktiven Lagerfächer positioniert sind (links-unten, rechts-oben, Mitte oder im Rücken). Damit wird jedem Lagerfach ein Segment der Navigationsanzeige zugeordnet. Nach jeder Quittierung aktualisiert die Steuerung die Navigationsanzeige automatisch.

Zusätzlich zu der grafischen Darstellung der aktiven Aufträge, zeigt die Navigationsanzeige die Anzahl der offenen Entnahmen. Die Praxis zeigt, dass durch den Einsatz der Navigation die Arbeit für den Kommissionierer viel entspannter und schneller ist. Daraus resultiert eine gesamte Leistungssteigerung von ca. 5-7%. Die geringen Kosten der Funktion rechtfertigen die Investition.

Dürfen in einer Kommissionierzone mehrere Mitarbeiter arbeiten?

Ja! Die Antwort ist eindeutig, insofern der LUCA-Server eingesetzt wird. Mit unserem System können mehrere Mitarbeiter in einer Kommissionierzone arbeiten. Wir haben an den Displays mehrfarbige LED’s zur Verfügung. Jedem Mitarbeiter und seinem Auftrag ist eine separate Farbe zugeordnet. Das Problem der gleichzeitigen Zugriffe auf die Fächer ist komplex, jedoch von uns sehr gut gelöst. In dem LUCA-Server wurde dafür ein spezielles Verfahren für Synchronisation der Ausgaben und Zugriffe auf die gleichen Fächer entwickelt.

Dieses Verfahren ermöglicht eine korrekte Koordination zwischen den einzelnen Prozessen für mehrere Mitarbeiter und Aufträge. Jeder Mitarbeiter arbeitet mit eigenen Daten. Jeder Prozess der Kommissionierzone sendet jedoch die Telegramme nicht direkt zu Pick-by-Light, sondern zu einem Synchronisationsmodul. Das Modul ist dann für die korrekte Koordination der Zugriffe auf die gemeinsamen Lagerfächer zuständig.

Wollen Sie wissen, wie genau das geht? Kontaktieren Sie uns …

Wie flexibel ist einer Kommissionierzone?

Die Funktion ist nicht ganz einfach, aber möglich. Von der Herausforderung ist nicht nur selbst das Pick-by-Light, sondern auch die Lagerverwaltung (WMS) betroffen. Ob die dynamische Aufteilung der Kommissionierzonen wirklich praktikabel ist, können wir bis heute noch nicht mit einem klaren “Ja” beantworten. Wir untersuchen diese Anforderungen immer sehr gründlich und präzise, bevor solche Anlagen entstehen. Wir haben bereits viele Varianten der Lösung entwickelt, jedoch war fast jede Lösung sehr kundenspezifisch. Einige Beispiele davon werden wir Ihnen noch bald in unseren weiteren Blog-Artikeln darstellen.

Fazit

Die Aufteilung einer Pick-by-Light-Anlage in mehreren Kommissionierzonen ist zwingend notwendig. Dadurch können mehrere Kommissionierer unterschiedliche Aufträge gleichzeitig bearbeiten. Die Aufteilung und die Größe muss immer individuell ermittelt werden. In dem LUCA-System können sogar mehrere Mitarbeiter gleichzeitig und effizient kommissionieren.

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