So planen Sie ein Pick-by-Light System

In diesem Artikel finden Sie detaillierte Informationen zur Planung eines Pick-by-Light Systems. Wir erklären Ihnen, welche Kriterien dabei eine wichtige Rolle spielen und welche Daten Sie für Ihre Planung benötigen. Die detaillierten Informationen zu dem System selbst finden Sie in dem Hauptartikel Pick-by-Light / Pick-to-Light.

Definieren Sie Ihre Ziele

Bei jeder Planung muss erst das Ziel definiert werden. Niemand baut eine Pick-by-Light Anlage auf, ohne sich vorher Gedanken über die Vorteile zu machen. Die wirtschaftlichen Faktoren müssen unbedingt berücksichtigt werden. Hier sind die Anforderungen sehr unterschiedlich. Viele Einzelheiten müssen dabei bedacht werden.

Leistung oder Qualität?

Leistung und Qualität gleichzeitig zu verbessern, ist keine einfache Aufgabe. Sicherlich haben Sie schon oft von dem Vertrieb oder Marketing solcher Werbeslogans gehört: “Mit dem System verbessern Sie Ihre Leistung und Qualität um xyz %”. Was steckt aber wirklich dahinter?

Erhöhung der Leistung und Qualität sind gegenläufig. Je mehr Leistung Sie erwarten, desto weniger Qualität werden Sie bekommen. Qualität braucht Sorgfalt und Zeit. Die Leistung braucht Tempo. Diese beiden Faktoren passen also nicht wirklich 100%ig zusammen. Wie ein Pick-by-Light System die beiden Faktoren beeinflusst, werden wir Ihnen gleich noch genau erklären.

Frage 1: Wie wollen Sie die Leistung oder Qualität verbessern?

Stationär oder Mobil?

Eine Pick-by-Light Lösung kann stationär an Regalen oder mobil an Kommissionierwagen oder anderen Konstruktionen aufgebaut werden. Beide Lösungen verwenden die gleichen Displays und werden nur unterschiedlich mit Strom und Daten versorgt.

Bei einer stationären Installation sorgen für die Spannungsversorgung und Daten die festinstallierten Controller, die an 230V und Ethernet angeschlossen sind. Die Controller versorgen die Displays über 4-adrige Kabel. Bei der mobilen Lösung kommunizieren die Displays über WLAN mit dem übergeordneten System und sind über Wechsel-Akkus versorgt. Durch den Einsatz des zentralen LUCA-Servers können die Akkus sogar im laufenden Betrieb gewechselt werden. Ein Mix der beiden Anforderungen ist selbstverständlich auch möglich.

Frage 2: Haben Sie Regale oder Kommissionierwagen, die Sie mit einem Pick-by-Light ausstatten wollen?

Das wechselnde Personal

Es wird immer schwieriger, das passende Personal zu bekommen. Die erfahrenen langjährigen Mitarbeiter können Ihre Aufgaben meistens so auswendig, dass ein Blick auf die Kommissionierliste oder Montagezettel reicht, um die Tätigkeit schnell und hochqualitativ zu erledigen. Wie ist das aber mit dem wechselnden oder rotierenden Personal?

Das wechselnde oder rotierende Personal steht oft vor einer großen Herausforderung, um schnell und korrekt die passenden Lagerfächer zu finden und die Kommissionierung zu erledigen. Das ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Planung einer Kommissionierung oder Montage.

Frage 3: Wie oft wechselt Ihr Personal die Arbeitsplätze?

Multi-Order-Picking in der Kommissionierung?

Bei der Kommissionierung mit einer Kommissionierliste kann der Kommissionierer meistens nur einen Auftrag gleichzeitig kommissionieren. Seine Leistung ist dabei nicht besonders hoch. Obwohl die Kommissionierlisten oft wegeoptimiert sind, ist seine Wegzeit durch das Lager nicht optimal.

Als große Hilfe kann hier die Multi-Order-Picking Methode zum Einsatz kommen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollen gleiche Artikel in mehreren Aufträgen vorkommen. Bei der Methode pickt der Kommissionierer einen Artikel und verteilt ihn sofort entsprechend auf mehrere Aufträge.

Frage 4: Ist Ihre Auftragsstruktur für ein Multi-Order-Picking geeignet?

Führen Sie eine Montage an einem Arbeitsplatz durch?

Bei Montagetätigkeiten mit Pick-by-Light handelt es sich sehr oft um unterschiedliche Zusatzaufgaben, die dabei erfüllt werden müssen. Ist die Montage einfach und selbsterklärend, braucht der Mitarbeiter nur die Informationen, welche Teile er für jeden Montageschritt braucht. Das kann ein Pick-by-Light an einem Regal genau erfüllen.

Ist die Montage sehr komplex und benötigt weitere Informationen, Zeichnungen, Bilder, Erklärungsfilme, weitere Messgeräte etc., dann muss an dem Arbeitsplatz ein Werker-Führungs-System mit zusätzlichen Bildschirmen und Geräten aufgebaut werden.

Frage 5: Wie komplex ist Ihre Tätigkeit an den Montageplätzen?

Bestimmen Sie den Bedarf

Es gibt sehr viele unterschiedliche Typen der Pick-by-Light / Pick-to-Light Displays. Um zu bestimmen, welche Displays genau benötigt werden, muss erst der Bedarf grob definiert werden.

  • Handelt es sich bei Ihnen um Sequenzierung von Einzelteilen in einem Automotiv-Projekt, dann benötigen Sie wahrscheinlich keine Stückzahlen an den Displays (immer 1 Stück). Ein Display mit einer LED und Taster reicht hier aus.
  • Geht es um ein eCommerce-Projekt, dann sind die Entnahmemengen sehr relevant. Die Pick-by-Light Displays brauchen eine Mengenanzeige.
  • Benötigen Sie ein System für eine leistungsstarke und hochqualitative Montage, dann sollen die Displays zusätzlich noch mit Zugriffsensoren ausgestattet werden.

Definieren Sie also Ihren Bedarf und suchen Sie die passenden Displays aus. Die Liste aller verfügbaren Displays finden Sie unter Pick-by-Light Hardware.

Frage 6: Definieren Sie den Ablaufprozess und bestimmen Sie die Typen der Pick-by-Light Displays.

Definieren Sie die Mengen

Wenn Sie jetzt schon wissen, welche Typen der Pick-by-Light Displays Ihr Ablaufprozess braucht, dann definieren Sie folgende Mengeneingaben:

  1. Anzahl der Displays pro Display-Typ.
  2. Länge und Stückzahl der Unterprofile für die Installation der Displays.
  3. Zeichnen Sie bei komplexen Anlagen ein Layout auf, um die Kabelwege und Anzahl der Controller zu bestimmen.

Frage 7: Wie viele Pick-by-Light Displays und Unterprofile brauchen Sie?

Wir helfen Ihnen bei der Planung eines Pick-by-Light Systems und klären gemeinsam mit Ihnen diese Fragen.

Langjährige Erfahrung in der beleglosen Kommissionierung

Pick-by-Light

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