Konfiguration eines Pick-by-Light-Systems

Konfiguration des Pick-by-Light-Systems ist sehr einfach und übersichtlich. Jeder Fachanzeige wird eine logische Adresse zugeordnet. Über diese Bezeichnung werden die Lagerfächer von dem Lagerverwaltungssystem adressiert.

Vorbereitung der Konfiguration nach der Erstinbetriebnahme

Bei großen Anlagen mit vielen Lagerfächern ist eine manuelle Konfiguration des Pick-by-Light-Systems nicht optimal. Die Erstkonfiguration der Pick-by-Light-Anlage erfolgt über Konfigurationslisten, die in einem Spezialmodus der Software eingelesen werden. (Erfahren Sie noch mehr über Inbetriebnahme eines Pick-by-Light-Systems).
Die Konfigurationslisten sind einfache CSV-Dateien (Excel) mit folgenden Spalten:

  • Zonenbezeichnung
  • Lagerplatzbezeichnung

In dieser Konfigurationsliste ist also die Beziehung zwischen der Zonenbezeichnung und dem eindeutigen Lagerplatz schon geregelt. Die Reihenfolge der Liste soll die Reihenfolge der Lagerfächer in den Regalen abbilden. Z.B. von oben links nach unten rechts oder spaltenweise; von links nach rechts und oben nach unten.

In der Konfigurationsliste müssen die Lagerplatzbezeichnungen mit dem Lagerverwaltungssystem abgestimmt und eindeutig sein. Die Auswahl der Formate ist frei. Eine logische Adresse darf max. 16 Zeichen lang sein. Lesen Sie auch über Systemstruktur und Adressierung.

Um die Eindeutigkeit der Konfiguration zu garantieren, sind in den logischen Bezeichnungen oft die Zonenbezeichnungen beinhaltet, z.B.

ZONE01Z01-G01-SL-A-01
ZONE01Z01-G01-SL-A-02
ZONE01Z01-G01-SL-A-03
ZONE01Z01-G01-SL-A-04
ZONE01etc.
Tabelle: Konfigurationsdatei zum Einlernen eines Pick-by-Light-Systems

In der Praxis werden oft die Buchstaben Z (Zone), G (Gasse), S (Seite) und die Bindestriche weggelassen (also die Kurzversion: 0101LA01), um die Konfiguration so kurz wie möglich zu halten.

Experten-Tipp: Bei großen Anlagen werden mehrere Konfigurationsdateien für einzelne Zonen oder Bereiche erstellt. Das verbessert die Kontrolle und Aufteilung der Konfigurationsschritte und minimiert die Fehler.

Aktivierung des Konfigurationsmodus

Über die Bedienoberfläche wird ein Konfigurationsmodus aktiviert und die vorbereitete Liste eingelesen (z.B. für eine Zone). Alle angeschlossenen Pick-by-Light-Fachanzeigen leuchten besonders auf (weiße LED).

Automatische Zuordnung der Konfiguration mit dem Tastendruck

Jetzt werden die weißleuchtenden Fachdisplays den logischen Adressen (Lagerfachbezeichnungen) durch einen Tastendruck der Quittierungstaste zugeordnet. Hier muss die exakte Reihenfolge mit der vorbereiteten Konfigurationsliste eingehalten werden. Sind die Displays korrekt zugeordnet, leuchtet die LED grün.

Bei einem Fehler muss die Zuordnung von vorne starten. Aus dem Grund ist es sinnvoll, die Listen auf max. 100-150 Lagerfächer zu begrenzen, um den Aufwand der Wiederholung zu minimieren.

Sind alle Lagerfächer konfiguriert, wird die Konfiguration an der Bildschirmmaske gespeichert. Ab sofort kann die logische Adresse verwendet werden.

Manuelle Konfiguration

Bei kleinen Anlagen oder kleinen Änderungen der Konfiguration, kann über die Bildschirmmaske jede einzelne Pick-by-Light-Adresse manuell geändert werden. Dazu wird die alte logische Adresse oder die physikalische Adresse ausgewählt und der gewünschten Adresse zugeordnet.

Fazit

Die Konfiguration eines Pick-by-Light-Systems ist einfach und kann manuell oder bei größeren Anlagen automatisiert erfolgen. Dafür werden die entsprechenden Konfigurationslisten im CSV-Format vorbereitet und eingelesen.

Langjährige Erfahrung in der beleglosen Kommissionierung

Pick-by-Light