Pick-by-Light : Kommissionierung mit Displays

Regal mit roten Behältern und Pick-by-Light Anzeigen in einem Lager

Was ist Pick-by-Light?

Pick-by-Light planen und aufbauen?

Welche Hardware und Software brauchen Sie dafür?

Interface zu Pick-by-Light?

Pick-by-Light selber bauen?

… und vieles mehr.


Auf alle diese Fragen geben wir Ihnen hier eine Antwort. Wir liefern Systeme für professionelle Kommissionierung, wie Pick-by-Light und andere. Nutzen Sie unsere knowhow. Alle unsere Systeme steuert der zentrale LUCA-Server. In diesem Artikel finden Sie die wichtigsten Informationen, technische Details, Anwendungsbeispiele und Preise zu unserem Pick-by-Light Verfahren. Dieser Leitfaden ist an Planer, Techniker und Einkäufer gerichtet. Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie diesen Artikel sorgfältig durch.

In diesem und vielen weiteren Blog-Beiträgen erklären wir Ihnen, wie Sie auch selbst unser Pick by Light korrekt planen, einkaufen und einführen. Wir geben Ihnen nicht nur ein paar Tipps, sondern erklären ganz genau, wie Sie die Leistung Ihrer Kommissionierung steigern und gleichzeitig die Fehlerquoten minimieren können.

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Aber warum ist das Pick-by-Light so besonders? Was unterscheidet das System von den anderen Kommissioniersystemen? Wie ist ein modernes Pick by Light aufgebaut? Wo wird das System am besten eingesetzt und mit welchen Kosten müssen Sie rechnen? Kaufen Sie das Pick-by-Light System erst dann, wenn Sie ganz sicher sind, dass Sie einen Vorteil davon haben werden. Auf alle diese Fragen werden wir Ihnen eine Antwort geben. Lassen Sie uns starten …

Was ist ein Pick-by-Light System?

Für Neulinge eine kurze Definition, bevor wir gleich mit den Details beginnen. Pick-by-Light ist eine schnelle und fehlerfreie Methode zur Kommissionierung, Sequenzierung und Produktion. Nach der Datenerfassung und Aktivierung des Auftrages beginnt das Kommissionieren. Die passenden Fachdisplays leuchten direkt an den Lagerfächern auf. Dadurch kann der Kommissionierer sehr schnell seine Lagerfächer an dem Regal finden und die Tätigkeit direkt vor Ort bestätigen. Lesen Sie weiter über: Was ist Pick-by-Light?

Was ist eine beleglose Kommissionierung?

Bei einer beleglosen Kommissionierung unterstützt ein Computersystem direkt den Kommissionierer. Es gibt keine Papierlisten mehr! Viele verschiedene Technologien unterstützen die beleglose Kommissionierung. Das Pick-by-Light gehört weltweit zu den effektivsten und erfolgreichsten beleglosen-, manuellen Kommissioniersystemen.

In einem herkömmlichen Lager kommissionieren die Mitarbeiter mit Papierlisten und markieren jede Auftragsposition mit einem Kugelschreiber auf der Liste ab. Nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Qualität ist von dem Kommissionierer sehr stark abhängig. Sei Job ist nicht einfach und monoton. Die Mitarbeiter suchen die Lagerfächer und können schnell einen Fehler machen.

Institut Fraunhofer in Dortmund ist mit eigenen Publikationen in dem Thema sehr spezialisiert.

Leistung und Qualität von dem Verfahren

Die Leistung und Qualität sind gegenläufige Parameter. Daraus resultiert, dass, je mehr Leistung erwartet wird, desto weniger Qualität kann garantiert werden. Leistung und Qualität gleichzeitig zu erhöhen, ist also nicht sehr einfach.

Als führendes Verfahren in der Kommissionierung, liefert uns Pick-by-Light gerade ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Leistung und Qualität eindeutig steigen können. Die Leistung steigert bis zu 40%. Durch die gezielte Unterstützung der Zugriffe auf die Lagerfächer erhöht sich auch die Qualität um mehr als 15%. Bei Verwendung von Sensoren an den Displays kommen noch ca. 10% dazu.

Bei der Planung eines papierlosen Kommissioniersystems muss unbedingt die Wirtschaftlichkeit betrachtet werden. Das System benötigt relativ viel Hardware, was die Beschaffung der Anlagen nicht gerade preiswert macht. Ob die Investition rentabel ist, muss eine ROI Berechnung zeigen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir helfen Ihnen, die Berechnungen durchzuführen.

Ist der Bedarf an der Leistung nicht besonders hoch und die Lagerflächen groß, liefern wir alternativ auch andere Technologien für die Kommissionierung wie Pick by Scan, Pick by Watch, Pick by Voice, etc.

Wo wird das System eingesetzt?

Das System ist sehr vielseitig. Die Hardware selbst (Displays) dienen nur als Ausgabe- und Eingabe-Geräte. Die gesamte Logik der Steuerung, wie auch der Ablauf, findet in unserem LUCA-Server statt. Dadurch sind unsere Lösungen sehr flexibel und decken ein sehr breites Aufgabenspektrum ab. Kundenspezifische Anpassungen sind jederzeit möglich.

Folgende Branchen nutzen seit vielen Jahren erfolgreich unsere Systeme:

  • eCommerce: Kommissionierung und Nachschub im Versandlager
  • Automotive: Sequenzierung von Warenkörben und JIT-Gestellen für die Montagelinien
  • Produktion: Montageplätze, Set-Bildung und Maschinenbestückung

Lesen Sie weiter hier: Wo wird Pick by Light eingesetzt?

Pick-by-Light, Pick-to-Light oder Put-to-Light – was ist richtig?

Unsere Antwort lautet: alle Begriffe sind korrekt!

Wobei Pick-by-Light und Pick-to-Light werden oft als Synonyme verwendet, was eigentlich falsch ist. Selbst die Bezeichnung Pick-to-Light deutet schon auf eine Aktion, die etwas mit einer Abgabe zu tun hat. Pick-to-Light wird also oft als Bezeichnung einer Multi Order Picking Methode bei einem Pick by Cart System verwendet. Schließlich bei dem Begriff Put-to-Light handelt sich klar um eine Sortierung oder Nachschub.

Wir verwenden überwiegend den Begriff: Pick by Light, obwohl die anderen Begriffe ihre Berechtigung, je nach Funktion, auch haben.

Wie ist ein Pick-by-Light System aufgebaut?

Unser System ist stark modular und sehr flexibel aufgebaut. Alle verfügbaren Displays können gemeinsam verwendet werden. Die Hauptrolle der Steuerung übernimmt unser LUCA-Server. In dem Server realisieren wir nicht nur die Kommunikation zu den Displays, sondern steuern auch die gesamte Prozesslogik, wie auch die Anbindung an das übergeordnete System und der Zusatzkomponenten (z.B. Scanner, RFID-Reader, Maschinen, Fördertechnik, etc.).

Hier die Komponenten:

  • LUCA-Server (oft als virtueller Windows-Server)
  • Controller (mehrere BUS-Systeme)
  • Montageschienen mit integriertem BUS-System
  • Displays mit Quick-Click-System

Weitere Informationen zu den Erweiterungen erhalten Sie in einem separaten Artikel in unserem Blog.

Die Controller

Die einzelnen Displays müssen mit Strom und Daten versorgt werden. Dafür sorgen die Pick-by-Light-Controller, die am Ethernet und Strom angeschlossen sind. Jeder Controller ist einer IP-Adresse zugeordnet und wird von dem LUCA-Server gesteuert.

Der Controller kann bis zu 400 Anzeigen versorgen
Dieser Controller kann bis zu 400 Displays versorgen und steuern.

Ein einziger Controller hat mehrere BUS-Systeme und steuert (je nach Modell) ca. 100 – 400 Displays. Die intelligente Stromversorgung der Controller ist so konzipiert, dass alle Displays gleichzeitig leuchten können. In so einem kaskadierten System mit mehreren Controllern können insgesamt sogar über 50.000 Displays gleichzeitig funktionieren.

Die Reaktionszeiten auf die einzelnen Ereignisse sind sehr kurz und liegen nur in einigen Millisekunden. Zusammenfassend ist das gesamte System durchgehend stark multitasking fähig aufgebaut. Genau aus dem Grund können wir die schnellen Antwortzeiten garantieren.

Montage-Schienen mit integriertem BUS

Erstens wird in einer Montageschiene aus Aluminium das BUS-System integriert (hier gelb markiert). Zweitens wird an der Montageschiene eine Doppel-Klemme installiert. Die Montageschiene wird dann an dem Controller mit einem 4-adrigen Kabel (Plus, Datensignal, Minus und Erdung) über die Doppel-Klemme angeschlossen. Im weiteren Verlauf kann das Kabel von der Doppel-Klemme zu einer weiteren Montageschiene geführt werden. Zwischen den einzelnen Pick-by-Light Anzeigen sind keine Kabel erforderlich! Dadurch ist unser System so sehr flexibel. Die Anzeigen können an einer beliebigen Stelle der Montageschiene eingesetzt werden. Die Verkabelung kann insgesamt über 300 Meter lang sein und wird als “Stern” oder “Seriell” ausgeführt.

Montageschiene

Das BUS-System ist mit 24V versorgt und darf auch ohne Abdeckung betrieben werden. Vorteil der offenen Lösung ist, dass ein Umbau der Anlage sehr einfach wird. Dafür müssen die Displays nur versetzt werden.

Pick-by-Light Displays mit Quick-Click

Unsere Displays sind ohne Kabel (über Federkontakte) an dem BUS-System der Montageschienen angeschlossen, wobei jede Anzeige eine eindeutige MAC-Adresse hat. Über diese Adresse kann der Controller die Displays unterscheiden und gezielt ansteuern. Die Montage erfolgt ohne Werkzeug durch einfaches einklicken an die Montageschiene (Quick-Click-System).

Bei Bedarf kann der Lagerist die Pick-by-Light Anzeige mit einem einfachen Werkzeug von der Montageschiene entfernen und danach wieder einklicken. Mit diesem System ist jeder Umbau kinderleicht gemacht.

Option: Sensor zur Überwachung der Zugriffe

Pick-by-Light Sensor
Der Sensor (nach oben) überwacht den Zugriff auf das Lagerfach und kann die Entnahme auch automatisch quittieren oder die Taste für die Quittierung freigeben.

Die absolute Innovation der Pick-by-Light Anzeigen ist die optionale Integration von Sensoren. Erstens, überwachen die Sensoren den korrekten Zugriff auf das Lagerfach. Zweitens, sie sichern die Quittierung bei der Entnahme. Drittens, sie können die Quittierung vollständig automatisieren. Je nach Montageort der Anzeigen sind die Sensoren nach unten oder nach oben ausgerichtet. Fast jeder Display kann mit einem Sensor ausgestattet werden.

Pick-by-Light Sensor schaltet die Quittierungs-Taste frei.

Nur, wenn der Mitarbeiter korrekt in das Lagerfach zugegriffen hat, wird die Taste für die Quittierung freigeschaltet.

Eine manuelle Quittierung der Entnahme an dem Taster ist also nicht unbedingt erforderlich. Wir empfehlen jedoch eine vollständige automatische Quittierung nur bei Stückzahl = 1. Solche Entnahmen finden oft bei der Sequenzierung im Automotive statt.

Die Zählung der Stückzahl mit einem Sensor ist möglich, jedoch nur in seltenen Fällen empfehlenswert. Hier ist die Konstruktion der Lagerfächer und der Artikel entscheidend. Dabei muss jede Entnahme unbedingt nur ein einziges Sensorsignal erzeugen. Und genau das ist in der Praxis nur selten realisierbar.


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Pick-by-Light planen

Aus technischer Sicht besteht ein Pick-by-Light aus einzelnen BUS-Systemen mit einer maximalen Länge bis 500 Meter und bis zu 100 Displays. Aus diesem Grund müssen an jedem BUS und an jedem Kontroller bestimmte elektrische Regeln eingehalten werden. Die korrekte Datenerfassung ist hier sehr wichtig. Nur dann kann das Gesamtsystem stabil und schnell funktionieren.

Bei einer Planung von größeren Anlagen berechnen wir speziell folgende Parameter:

  • Leistung der Kontroller
  • Widerstand der gesamten BUS-Leitungen
  • Elektrische Kapazität des BUS-Systems

Entscheidend dabei ist, dass die gesamte Kommunikation zwischen den einzelnen Displays ohne Störungen abläuft. Jedes Display, jedes Kabel und jede Montageschiene haben eine eigene elektrische Kapazität, die in Summe einen bestimmten Wert nicht übersteigen darf.

Bei der Planung unserer Anlagen gehen wir davon aus, dass jedes Display gleichzeitig angesteuert werden kann. Manche anderen Anbieter geben eine Begrenzung der gleichzeitig eingeschalteten Displays vor. Wir machen das nicht! Wir haben eine intelligente Steuerung der Netzteile implementiert und haben dadurch immer genug Leistungsreserven zur Verfügung.

Jeder Planung ist für die anderen Systeme unterschiedlich. Bei Pick-by-Scan oder Pick-by-Vision wird die Planung komplett anders gemacht. Wir helfen Ihnen dabei gerne!

Was passiert, wenn die berechneten Parameter nicht stimmen?

Selbst eine elektrische Überlastung der Controller führt dann zu einer automatischen Ausschaltung des Systems. Die automatischen Sicherungen schlagen dann zu.

Bei zu hoher Kapazität des Gesamtsystems sind die elektrischen Flanken der Signale so flach, dass die Empfänger nicht mehr arbeiten. Folge davon ist, dass die gesamte Kommunikation teilweise oder komplett gestört wird.

Die Antwort auf die Frage lautet: Dann planen wir die Verkabelung und die Verteilung der Kontroller so um, bis alles passt. Grundsätzlich ist das alles nicht schwierig, muss jedoch unbedingt bei jeder Anlage berücksichtigt werden. Genau aus diesem Grund verwenden wir bei unseren Anlagen ein Spezialkabel mit einer geringen elektrischen Resistanz und Kapazität.

Welche Reserven müssen Sie einplanen?

Grundsätzlich kann die Frage nicht sehr einfach beantwortet werden. Bei der Pick-by-Light Planung berücksichtigen wir gemeinsam mit den Kunden den erforderlichen Bedarf. Wir berücksichtigen dabei immer den Umbau- und Ausbau-Plan. Bei manchen Anlagen liegt der Bedarf für Reserven bei 2-3%, bei einigen jedoch bei 10-12%. Daher, klären wir diese Frage immer im Rahmen der Gespräche bei der Erstellung des Pflichtenheftes.

Wichtig: Reserven für Ausbau und Umbau berücksichtigen!

Für die Planung reicht uns im Normalfall ein Layout der geplanten Anlage. Genau aus unserer Planung ergeben sich dann die Positionen der Kontroller und der Kabeltrassen. Basierend darauf kann der Kunde danach seine Spannungsversorgung und Netzwerkanschlüsse vorbereiten.

Montage einfach gemacht

Damals, in den 90′ Jahren war die Pick-by-Light Montage sehr aufwendig. Jedes Display hat ein eigenes Kabel zu einem kleinen Mini-Kontroller in dem Montageschiene gehabt. Alle Mini-Kontroller waren wiederum über ein BUS-System mit einem großen Controller verbunden. Die großen Controller waren dann an einem PC über viele serielle Schnittstellen angeschlossen. Sehr, sehr viele Kabel …

Heute ist die Montage schnell und einfach, sodass die Kosten auch gering bleiben. An Regalen oder Trägern werden Aluminium-Schienen montiert. Ein einziges 4-adriges Kabel verbindet die Schienen mit dem LAN-Controller. Durch das Quick-Click-System lassen sich die Anzeigen sehr leicht und ohne weitere Verkabelung auf die Schienen montieren. Für eine perfekte Verbindung zwischen dem Display und dem BUS-System sorgen optimale Federkontakte.

Selber bauen?

Diese Frage kann definitiv mit einem “Ja” beantwortet werden. Wie genau das geht und was Sie dafür brauchen und vorbereiten müssen, erklären wir Ihnen in einem separaten Artikel. Wir unterstützen Sie natürlich auch bei der Planung sehr gerne. Lesen Sie dazu einen separaten Artikel Pick-by-Light selber bauen.

… und wenn nicht gebohrt werden darf?

Kein Problem! In solchen Fällen liefern wir Ihnen die Montageschienen mit Magneten aus. An den Schwer-Last-Regalen (SLR) halten die Magnete hervorragend. Je nach Länge und Anzahl der Displays montieren wir in Abständen von ca. einem Meter jeweils ein Magnet. In dem Fall erfolgt die Endmontage nur in wenigen Minuten! Nach dem “Klack” muss nur das BUS-Kabel mit 4 Adern angeschlossen werden. So einfach geht das.

Wie flexibel kann das System umgebaut werden?

Durch das spezielle Quick-Click-System ist der Umbau sehr einfach und flexibel. In den Aluminiumprofilen ist ein BUS-System integriert. Die Anzeigen sind über drei Federkontakte angeschlossen, sodass die Strom- und Datenversorgung gewährleistet ist. Um die Displays auszubauen, brauchen Sie nur ein einfaches Werkzeug. Keine Kabel und keine Schrauben. Danach können Sie die Position der Anzeigen einfach ändern. Die Steuerung erkennt die Displays automatisch wieder. Für eine einfache Umlagerung innerhalb einer Kommissionierzone ist nicht mal eine IT-Umstellung erforderlich. Das Display kann mit der Ware einfach versetzt werden.

Neue Anzeigen hinzufügen oder austauschen

Auch sehr einfach… Ein neues Display wird per Quick-Click einfach in das Aluminiumprofil eingeklickt. Mit einem kleinen Werkzeug (Spachtel) lassen sich die montierten Anzeigen aus den Profilen sehr einfach entfernen. Über eine Web-Oberfläche können die Displays danach sehr einfach konfiguriert werden. Bei einer Systemerweiterung melden sich die neuen Anzeigen im System voll automatisch an. Am Anfang hat jedes Display den Namen seiner physikalischen Adresse. Über die Konfiguration wird flexibel die voreingestellte Bezeichnung auf die gewünschte Bezeichnung (z.B. Lagerort) angepasst. Der Austausch der Anzeigen ist ebenfalls sehr einfach. Dabei werden nur die physikalischen Adressen der ausgewechselten Displays getauscht. Der Rest passiert automatisch. Über die Software wird auch die Zuordnung zu den Zonen konfiguriert. Wer kann den Austausch oder die Konfiguration der Displays vornehmen? Eigentlich jeder, der die Berechtigung hat, das web-basierte Konfigurationsprogramm zu bedienen. Für den Umbau oder Erweiterungen müssen keine Techniker beschäftigt werden.

Kommissionierzonen

Fast jedes Pick-by-Light-System wird in Kommissionierzonen aufgeteilt. Dort können mehrere Kommissionierer gleichzeitig mehrere Aufträge bearbeiten. Können in einer Kommissionierzonen mehrere Mitarbeiter Arbeiten? Dieser Frage beantworten wir Ihnen in dem Artikel: Pick-by-Light Kommissionierzonen.

Wie verbinde ich Pick-by-Light mit SAP und LVS?

Das LUCA-System ist sehr flexibel und kann an SAP oder an anderen Lagerverwaltung-Systeme leicht angebunden werden. Der LUCA-Server bildet die Schnittstelle. Das Interface liefert die elektronische Pick-Liste und meldet die kommissionierten Positionen zurück. In der Regel werden die Datenfelder kundenspezifisch angepasst. Es gibt jedoch auch Standards. Sprechen Sie uns an.

RFC oder IDOC’s stehen für die SAP-Verbindung zur Verfügung. Bei anderen Verbindungen können auch Datenbank-Tabellen oder TCP-Sockets verwendet werden. Das Systeme ist sehr flexibel.

Ablauf und die Arbeitsschritte bei der Kommissionierung

Es gibt bei uns Standard-Pakete in dem der Ablauf schon 80% Ihrer Anforderungen in der Kommissionierung erfüllt. Sehr oft sind die Anforderungen für das System jedoch sehr speziell. Wir integrieren verschiedene Lösungen und bauen die Ablaufschritte auch kundenspezifisch auf. Die gesamte logische Datenverarbeitung übernimmt unserer LUCA-Server.

Wir erklären Ihnen jetzt den einfachen Ablauf einer Kommissionierung:

Start der Kommissionierung

Beim Start der Kommissionierung gibt es schon mehrere Möglichkeiten. Aber wie kann das Pick-by-Light die korrekten Aufträge starten? Kann auch dabei die Vollständigkeit des letzten Auftrages überprüft werden? Hier werden Ihnen die Antworten auf die Fragen gegeben. Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Start-Methoden:

  • Start über einen Beleg mit Barcode
  • Beleglose Kommissionierung (FIFO oder externer Trigger)

Wenn die Kartons oder Behälter mit einem Barcode (1D oder 2D) gekennzeichnet sind, können für die Pick-by-Light Aktivierung stationäre oder mobile Scanner verwendet werden. Die Aktivierung der Anzeigen kann in dem Fall ebenfalls über den Lieferschein oder Rechnung erfolgen. Die RFID-Technologie wird ebenso unterstützt.

Bei beleglosen Systemen starten die Aufträge meistens automatisch, entweder aus einem Datenbuffer oder durch eine automatische Ausschleusung der Behälter über eine Fördertechnik. In beiden Fällen überwacht der LUCA-Server die einzelnen Vorgänge und sichert die passende Qualität. Bei manchen Lösungen wird der Start des nächsten Auftrages erst möglich sein, wenn der vorherige Auftrag komplett abgeschlossen ist. Sollte hier ein Fehler passieren, generiert das System eine Fehlermeldung.

Gleichzeitig, Sequenziell oder Seitenweise?

Wenn Sie die Kommissionierung schon gestartet haben, müssen die Displays an den Fächern eigentlich jetzt leuchten. Aber wie sollen sie am besten leuchten? Alle zusammen, eins nach dem anderen, erst die eine und dann die andere Seite einer Regalgasse? Mit unterschiedlichen Methoden erreichen wir unterschiedliche Ziele. Als Planer müssen Sie den genauen Ablauf an dem Fach gut verstehen und die korrekte Methode auswählen, wobei die kognitive Ergonomie berücksichtigt werden muss. Dieser Punkt ist bei der Erstellung der Systeme sehr wichtig. Lassen Sie sich Zeit, um eine optimale Lösung zu finden.

Obwohl ein Pick-by-Light Display vom Prinzip sehr einfach ist, kann der Ablauf sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Die Steuerung dafür übernimmt ein Softwaremodul auf dem LUCA-Server. Bei Bedarf setzen wir auch verschiedene Techniken gleichzeitig ein. Bei den einfachen Anlagen leuchten alle Displays in einer Kommissionierzone gleichzeitig auf. Das ist auch der Standard. In anderen Fällen bilden wir eine Picking-Route und steuern die Entnahmen sequenziell.

Bestätigung der Entnahme und Auftragsende

Sind alle Artikel kommissioniert, quittiert der Mitarbeiter die Entnahme an dem Fach mit dem Taster. Die Bestätigung der Entnahme löst eine Rückmeldung an das übergeordnete Lagerverwaltungssystem aus.

Pick-by-Light Kosten

Wir erstellen Ihnen gerne ein kostenloses Angebot. In einem weiteren Artikel haben wir verschiedene Ausführungen von Pick-by-Light und Pick-to-Light beschrieben und die erforderlichen Informationen definiert. Wir unterstützen Sie auch gerne bei Ihrer Planung. Kontaktieren Sie uns.

Die Geschichte von 1988

In 1988 war Udo M. ein junger Logistiker eines Pharmakonzerns und musste sein Versandlager unbedingt verbessern. Es gab dort viele Probleme mit Leistung und Qualität, wobei die damalige Computertechnik schon sehr modern war. Papierlisten und Kugelschreiber waren die einzigen Hilfen der Kommissionierung.

Udo hat das Problem seinem guten Schulfreund Rainer geschildert. Ebenso einige Wochen später hat Rainer K. (junger Elektroniker aus Iserlohn) beschlossen, das erste “Paperless Order Picking” zu entwickeln. Udo war von der Idee sehr begeistert. Ein großes System mit vielen Displays. Die Anzeigen sollten die Entnahmemenge direkt am Lagerfach signalisieren. Keine Papierlisten und keine Kugelschreiber mehr! “Einfach und genial!” sagte Udo.

So ist das erste Pick-by-Light mit über 2.200 Anzeigen entstanden, wobei die Aufgabe für Rainer und sein Team doch nicht so einfach war, als erst gedacht. Es hat aber funktioniert. Die Leistung der Anlage ist deutlich gestiegen, ebenso die Fehlerquote fast auf Null gesunken. Wollen Sie das auch? … dann sind Sie hier richtig!

Fazit

In der Logistik und Produktion gehört Pick-by-Light zu den besten und sehr verbreiteten Kommissioniermethoden. Die einfache Montage und die flexiblen Umbaumöglichkeiten machen das System sehr attraktiv. Bei vielen Lagerfächern in großen Lägern ist jedoch der Preis auch hoch. Daher ist es sinnvoll, das System für die Kommissionierung von A-Artikeln einzusetzen und die B- und C-Artikel mit anderen Technologien zu unterstützen.