Pick-by-Light – Ablauf bei der Kommissionierung

Der Ablauf einer Pick-by-Light Anlage ist für den Kommissionierer, seine Leistung und Qualität sehr wichtig. In dem Kommissionierverfahren muss der Mitarbeiter sicher und schnell mit den Fachanzeigen zu seinem Lagerplatz (Lagerfach) geführt werden. Die Pickfehler müssen auf absolutes Minimum reduziert sein.

Die Anforderungen für die optimalen Zugriffe auf ein Lagerfach sind in dem Verfahren sehr unterschiedlich. Der Kommissionierer soll dem Lichtsignal am Lagerort schnell folgen, die Mengen an der Mengenanzeige eindeutig ablesen und die Bestätigung sicher durchführen (kurze Anlernzeit und Suchzeit). Die Pickliste gibt es nicht und der Kommissionierer hat die Hände frei. Das ist ein großer Vorteil von dem beleglosen Kommissioniersystem.

Standard-Ablauf beim Pick-by-Light

Es gibt bei LUCA Standard-Pakete, in denen der Ablauf der Kommissionierung in einem Lager schon zu 80% alle Anforderungen erfüllt. Ziel ist, die Fehlerquote zu minimieren und den Kommissioniervorgang zu beschleunigen.

Sehr oft sind die Anforderungen für das Pick-by-Light System jedoch sehr speziell. Wir integrieren verschiedene Lösungen und bauen den Ablauf auch kundenspezifisch auf. Die gesamte logische Datenverarbeitung übernimmt unser LUCA-Server.

Wir erklären Ihnen jetzt den einfachen Ablauf einer Pick-by-Light Kommissionierung:

Start der Kommissionierung

Wie kann das Pick-by-Light die korrekten Aufträge starten? Kann auch dabei die Vollständigkeit des letzten Auftrages überprüft werden?

Grundsätzlich gibt es in dem Ablauf zwei unterschiedliche Start-Methoden:

  • Start über einen Beleg mit Barcode
  • Beleglose Kommissionierung (FIFO oder externer Trigger)

In dem Ablauf kann der Start unterschiedlich gestaltet werden.

Wenn die Kartons oder Behälter mit einem Barcode (1D oder 2D) gekennzeichnet sind, können in dem Ablauf für die Pick-by-Light Aktivierung stationäre oder mobile Scanner verwendet werden (Scan). Die Aktivierung der Anzeigen kann in dem Fall ebenfalls über den Lieferschein oder Rechnung erfolgen. Die RFID-Technologie wird ebenso unterstützt.

Bei beleglosen Systemen starten die Aufträge meistens automatisch, entweder aus einem Datenbuffer oder durch eine automatische Ausschleusung der Behälter über eine Fördertechnik. In beiden Fällen überwacht der LUCA-Server die einzelnen Vorgänge und sichert die passende Qualität. Bei manchen Lösungen wird der Start des nächsten Auftrages erst möglich sein, wenn der vorherige Auftrag komplett abgeschlossen ist. Sollte hier ein Fehler passieren, generiert das System eine Fehlermeldung.

Ablauf an den Pick-by-Light Fachanzeigen. Gleichzeitig, Sequenziell oder Seitenweise?

Wenn Sie die Kommissionierung schon gestartet haben, müssen die Displays an den Fächern jetzt leuchten. Aber wie sollen sie am besten leuchten? Alle zusammen, eins nach dem anderen, erst die eine und dann die andere Seite einer Regalgasse?

Mit unterschiedlichen Methoden erreichen wir unterschiedliche Ziele. Als Planer müssen Sie den genauen Ablauf an dem Lagerfach gut verstehen und die korrekte Methode auswählen, wobei die kognitive Ergonomie berücksichtigt werden muss. Dieser Punkt ist bei der Erstellung der Systeme sehr wichtig. Lassen Sie sich Zeit, um eine optimale Lösung zu finden.

Obwohl ein Pick-by-Light Display vom Prinzip sehr einfach ist, kann der Ablauf sehr unterschiedlich aufgebaut sein. Die Steuerung dafür übernimmt ein Softwaremodul auf dem LUCA-Server. Bei Bedarf setzen wir auch verschiedene Techniken gleichzeitig ein.

Bei den einfachen Anlagen leuchten alle Displays und Signallampen in einer Kommissionierzone gleichzeitig auf. Das ist auch der Standard. Die Reihenfolge bei der Entnahmen der Ware ist nicht definiert. In anderen Fällen bilden wir eine Picking-Route und steuern die Entnahmen sequenziell.

Bestätigung der Entnahme und Auftragsende

Sind alle Artikel kommissioniert, quittiert der Picker die Entnahme an dem Fach mit dem Quittiertaster. Stimmt die Menge nicht, können die Korrekturtasten (+/-) verwendet werden. Die Bestätigung der Entnahme löst eine Rückmeldung an das übergeordnete Lagerverwaltungssystem aus. Dort werden die Bestandsänderungen in Echtzeit durchgeführt.

Manchmal werden auch Put-to-Light Anzeigen bei einem Multi-Order-Picking als Unterstützung des Put-Vorgangs in der Logistik benutzt. Das Thema wird aber von uns separat beschrieben.

Mehr Informationen: “Pick-by-Light – Kommissioniermethode mit Fachanzeigen”